Reiseliteratur Patagonien – Neli‘s Top 5

Reiseliteratur gehört bei mir zum Reisen dazu. Meistens suche ich mir eine Mischung aus Reiseführer, Wanderführer, Literatur des Reiselandes und Reiseberichten, die ich dann entsprechend quer lese.

Für Argentinien habe ich eine Mischung aus folgenden Quellen zusammengesucht:

  • Reisebücherregal in meinem Lieblingsbuchladen „Viola‘s Bücherwurm“
  • Amazonrecherche
  • Bücher, welche mir Familienmitglieder überlassen haben, die Argentinien bereits bereist haben

Hier meine Top 5

1. „Kulturschock Argentinien“ von Carl D. Goerdeler

Ein wunderschönes, kleines, kompaktes Buch (gut fürs Handgepäck) in welchem der Autor viele (unbekannte)  Seiten von Argentinien beleuchtet.  Der Autor setzt sich damit auseinander, was Argentinien überhaupt bedeutet (Buenos Aires und der Rest), arbeitet wichtige historische und politische Themen ab, gibt Einblicke in die argentinische Seele und das alles in unterhaltsamem  Plauderton, so daß das Lesen ein Genuss ist – es liest sich fast wie ein Roman. Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Es tut überhaupt keinen Abbruch, daß das Buch schon 2010 erschienen ist

2. „ Gebrauchsansweisung Argentinien“ von Christian Thiele

Diese Serie, die es zu vielen Ländern gibt, ist eine gute Art, das Land und seine Gegebenheiten informell kennenzulernen.  In kurzen amüsanten Kapiteln, die sich als „Bedtime Reading“ eignen,  geht es um Themen wie Tango, die Cafés von Buenos Aires, das Nationalspiel Truco, Fußball und Maradona, Che Guevara, Fleisch („Vegetarier sind zum Essen da“), Matetee, Evita, die argentinische Wirtschaft, die Argentinier und den Superlativ, die Militärdiktatur, das Leben auf den Estancias… Zum Schluß gibt es noch einen spannenden Ausblick in das Jahr 2050. Macht einfach Spaß.

3. „Am Ende der Welt“ – eine Reise durch Feuerland und Patagonien von Klaus Bednarz

Der bekannte Journalist und Autor Klaus Bednarz, bekannt durch seine Korrespondenten-Tätigkeit in Moskau und Warschau, berichtet von einer längeren Reise durch Patagonien.  Mit dabei, sein russischer Kameramann Maxim.  Es gibt spannende Einblicke in das Leben der Einheimischen, auch der indigenen Bevölkerung. Gut recherchiert und gut zu lesen. Wir besuchen Estancias, die Falklandinseln, verschiedene  indigene Stämme, reisen um das Kap Hoorn und durch Ushuaia. Nebenbei setzen wir uns mit den Spannungsfeldern zur Erhaltung der ursprünglichen Natur und Kultur der indigenen Bevölkerung auseinander.  Viele Begegnungen sind abseits der Touristenpfade. Damit macht das Buch Lust auf eine zweite Reise durch Patagonien, nachdem man die touristische Highlights abgearbeitet hat.

4.“ Rother Wanderführer Patagonien“ von Ralf Gantzhorn und Thomas Wilken

Ihr kennt schon meine Vorliebe für die Rother Wanderführer und dieser Band ist das umfangreichste deutschsprachige Werk zum Thema Wandern in Patagonien mit 50 Touren sowohl auf argentinischer als auch auf chilenischer Seite.  Es enthält sowohl Tages- als auch Mehrtagestouren mit einem besonderen Fokus auf Torres El Paine und El Chalten. Auch unsere Wanderungen haben wir hier bereits vorgemerkt.  Aber auch Feuerland, die Anden und das Seengebiet um Bariloche sind mit reichlich Touren vertreten.   Gute Tipps zum Thema Ausrüstung, Orientierung und Verhalten in  der Natur. Spezielle Wanderrouten für Familien mit Kindern. Da wir uns ja bei Rother regelmässig verlaufen aber doch immer ankommen, bin ich gespannt, was diesmal passiert. Ich werde berichten

5. „Argentinien auf eigene Faust“ von Steve Hänisch

Steve Hänisch ist ein Backpacker und gibt vor allem Tipps für individuelle Rucksackreisende. Auch wenn man nicht mit dem Rucksack unterwegs ist, lohnt sich ein Blick ins Buch, da es hier gute Wander- und Ausrüstungstipps gibt und auch Empfehlungen für Unterkünfte und Restaurants. Besonders gut: wenn man das Buch kauft, kann man zusätzlich kostenlos die online Variante runterladen

Neli‘s Top5 Reiseliteratur Patagonien

Auch interessant:

„Top 10 Buenos Aires“ von Dorling Kindersley: Gute Tipps für die paar Tage Buenos Aires, die in der Regel eine Patagonienreise umschließen

Lohnt sich nicht

„Argentinien, Ein Reiselesebuch von Jakob Strobel y Serra“, eine sehr eigenartige Auswahl von literarischen Kurztexten zu denen ich keinen richtigen Zugang finden konnte

Die Top 3 meiner Empfehlungsliste sind auch guter Lesestoff, wenn man nicht nach Argeninien reist.  Besorgen werde ich mir auf jeden Fall noch den Reiseberichtsklassiker „In Patagonien“ von Bruce Chatwin. Der wurde in den Reiseführern so oft erwähnt, daß ich jetzt neugierig bin und ihn auch lesen möchte.

Lasst mich wissen, falls Ihr weitere interessante Reiseliteraturempfehlungen zum Thema Patagonien habt.

 

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